Und dann kam Corona… Teil 1

Das Jahr 2020 ging für uns richtig gut los: Erst Mitte Januar den Support für KNOCHENFABRIK in der TROMPETE in Bochum gemacht, dann Ende des Monats zwei Auftritte mit PIEFKE in Berlin (SUPAMOLLY) und Hamburg (FABRIK IM GÄNGEVIERTEL) gespielt. Jeweils ausverkauftes Haus, die Stimmung immer super. Tolle Leute lernten wir auch kennen. Und obendrein verkaufte sich unsere erst im Dezember 2019 veröffentliche LP „Verdammte Stille“ auch schon gut. Wir waren richtig heiß auf 2020, denn dank unserer Konzertagentur BUNTE WELT BOOKING war der Live-Terminplan richtig gut gefüllt, zudem noch das ein oder andere Highlight in Planung.

Und dann kam Corona. Dieses verkackte Virus, das die ganze Welt in Atem hält und bereits Hunderttausende Menschen das Leben gekostet hat. Das Verunsicherung, Chaos und Pleitewellen ausgelöst hat. Das das gesellschaftliche, vor allem aber das kulturelle Leben gelähmt und teilweise zum Erliegen gebracht hat. Und mehr als ein halbes Jahr später ist Covid-19 immer noch da…

Eigentlich hätten wir am 13. März ein „Kein Bock auf Nazis“-Benefiz-Konzert in Siegen spielen sollen. Grundsätzlich immer eine gute Sache, angesichts der Umtriebe der rechtsextremen Partei „Der III. Weg“ in Siegen aber auch ein wichtiges Zeichen. Wenige Tage vor dem Konzert wurde aus Sicherheitsgründen die Besucherzahl begrenzt, zwei Tage später folgte die Absage. Am 13. März kam dann um die Mittagszeit sogar noch eine Anfrage für einen spontanen Gig im SONIC BAALROOM in Köln rein, der zweieinhalb Stunden später gecancelt wurde.

Corona sorgte in der Folge dafür, dass nach und nach sämtliche geplangten und avisierten Termine für 2020 gestrichen wurden. Die ganze Arbeit, die das Booking macht, und die ganzen Nerven, die die Planerei kostet, waren damit umsonst gewesen. Immerhin: Noch besteht die Hoffnung, dass wir die Konzerte irgendwann nach diesem Wahnsinn nachholen können. Sofern die ganzen Läden, Veranstalter, Licht- und Tontechniker, etc. diesen ganzen Wahnsinn wirtschaftlich überleben.

Denn fest steht: Das Virus trifft die Veranstaltungsbranche besonders hart. Für uns ist es völlig unverständlich, dass hier kaum und viele zu wenig Hilfsgelder fließen. Wenn das Virus irgendwann mal besiegt ist, wird das natürlich ein Grund zum Feiern sein. Aber wie soll man feiern in einer ausgestorbenen Kulturlandschaft?

Hinzu kommt: Die Konzertplanung für 2021 geht auch nur ganz schleppend und zögerlich voran. Das macht es für eine Band, die gerade dabei ist, sich live ihre Meriten zu verdienen, besonders schwierig. Also muss man sich anderweitig helfen. Darum geht´s im zweiten Teil.